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Linke Reformpolitik ist emanzipatorisch.

Über uns

„Und gemeinsam können wir mehr erreichen, als nur die Errungenschaften zu verteidigen, die von früheren Generationen gemacht wurden. Es wird Zeit, dass wir ein Land aufbauen, das bereit ist für die nächste Generation. Ein Land, in dem die jungen Menschen die Zukunft nicht fürchten müssen, sondern mit Vertrauen und Hoffnung nach vorn blicken. Der Wendepunkt ist erreicht. Die Jahre des Rückzugs und der Niederlagen sind zu Ende. Gemeinsam werden wir die Privilegierten zur Verantwortung ziehen und die Menschen an die Macht bringen.“
Jeremy Corbyn: Rede auf dem Labour-Congress in Brighton im September 2019.

Der perfide Kern neoliberaler Ideologien ist: Der Mensch sei bedeutungslos und nur für den Konsum bestimmt, alle Gesellschaft sei Markt und jede Ambition, die Welt zum Guten zu verändern, sei Träumerei. Diese Vorstellung ist notwendig, um den Kapitalismus, Kriege und Ausbeutung (auch der Natur) zu stützen. Sie ist längst in der Krise.

Täglich bringen Menschen überall das Gegenteil zur Geltung: Der Mensch ist ein soziales Kulturwesen mit dem Potential, die Welt zusammen zu verändern. Beispielhaft sind die „Fridays for Future“, die demokratisch-sozialistischen Aufbrüche in Großbritannien (Corbyn) und den Vereinigten Staaten (Warren/Sanders) oder die Initiativen „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ (Berlin) und „Schuldenbremse streichen!“ (Hamburg). Die Menschen sind die Produzenten materiellen und kulturellen Reichtums; sie sollten zum Wohl aller darüber demokratisch verfügen!

Dafür ist eine solidarische Assoziation nötig, die sich mit den Wenigen anlegt, um kollektive Lösungen für die Vielen zu erstreiten: Persönliche Hoffnungsbildung und ernsthafte, kritische Auseinandersetzungen für solidarische Handlungsfähigkeit sind im Gegensatz zu Eigenverantwortung, Konkurrenz und Selbstvermarktung erfreuend und wahre, gesellschaftlich wirksame Menschenfreundlichkeit.

Diese Haltung belebt aussichtsreich die hochschulpolitischen Auseinandersetzungen: Ein bedarfsgerechtes, elternunabhängiges BAföG, damit sich alle nach ihren Interessen bilden können; ein ausfinanziertes Studierendenwerk mit genügend Wohnraum für eine aufgeklärte und sozial unbedrängte Alltagskultur; öffentliche Mobilität, die soziale Teilhabe fördert; Studienreformen zur Bildung selbstbewusster solidarischer Persönlichkeiten und gut ausgestattete Hochschulen für Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung sind kollektiv und ambitioniert erreichbar. Es lässt sich in dieser Weise viel erkämpfen und noch mehr gewinnen.

Dafür wirken wir in Fachschaftsräten, im Studierendenparlament, im Referat für internationale Studierende (RiS) und in Gremien der Universität. Wir sind aktiv in der Friedensbewegung, gegen Rechts und in linken Bündnissen, in Gewerkschaften und – nicht zuletzt – in der SPD und bei den Jusos: „Für die Vielen, nicht die Wenigen!“

V.i.S.d.P.: Golnar Sepehrnia, Schützenstr. 57, 22761 Hamburg.
Herausgegeben von: harte zeiten - junge sozialisten & fachschaftsaktive an der Universität Hamburg.
Veröffentlicht am Sonnabend, den 12. Oktober 2019, http://www.harte--zeiten.de/artikel_1444.html