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Rational und menschlich:
Zusammenarbeit

„Die Arbeitsbedingungen in der Bundeswehr sind attraktiv. Gehalt und vor allem die Aufstiegsmöglichkeiten sind besser als bei jedem anderen öffentlichen Arbeitgeber. Wir wollen einiges tun, um attraktiv zu bleiben (...). Ein zentraler Punkt ist die Vereinbarkeit von Dienst und Familie. Da geht es nicht allein, aber auch um eine bessere Kinderbetreuung.“
Thomas de Maizière (CDU): „Langweilig, aber gut“, Interview der Welt am Sonntag, 23.11.2013.

„Die Zahl der Bundeswehrsoldaten, die mit traumatischen Störungen aus Auslandseinsätzen zurückkommen, ist einer Studie zufolge größer als bisher angenommen.“
Zeit-Online: „Viele Soldaten gehen psychisch vorbelastet in den Einsatz“, 26.11.2013.

„Die Schweiz hat auf Anfrage der Uno für die syrische Opposition eine Schulung in Verhandlungsführung und Mediation organisiert. (...) Die Unterstützung für eine politische Lösung des Syrien-Konflikts zählt (...) neben der humanitären Hilfe sowie der Bemühung zur Einhaltung des Völkerrechts und der Bekämpfung von Straflosigkeit bei Menschenrechtsverletzungen zu den Pfeilern des Schweizer Engagements in Syrien.“
Neue Zürcher Zeitung: „Die Kunst der Verhandlung“, 25.11.2013.

Zivile Konfliktlösung ist heutzutage eine globale Möglichkeit.
Die intensiven politischen Bemühungen um Deeskalation im Nahen und Mittleren Osten (Syrien, Iran) bekräftigen dies. Die Aufgabe der Zeit ist nicht, neue Kriege - die schärfste Form der Konkurrenz - vorzubereiten, sondern Frieden zu schaffen.
Das ist das Verdienst der sozialen und Friedensbewegungen weltweit, aber auch der Friedensforschung und sogar zivilisierender Diplomatie: Krieg beziehungsweise das Militär, gewinnträchtige Rüstungsexporte und die Erforschung und Produktion von Waffen werden in weiten Teilen der Bevölkerung negativ bewertet. Auch hat die Bundeswehr chronisch Mangel an Mitwirkenden.

Allein die meisten politischen Repräsentanten dieser Republik halten weiterhin den sogenannten „Auslandseinsatz“ für ein realpolitisches Erfordernis. Darum wirbt der konservative Kriegsminister de Maizière für eine familienfreundliche Armee - und will damit auch für SPD und Grüne gefällig sein. Doch auch familienfreundliches Militär ist spätestens im Einsatz tödlich, verursacht neues Leiden - bei Zivilisten und Soldaten - und neue Gewalt.

„Die Rohheit“, so sagte Bertolt Brecht, „kommt nicht von der Rohheit, sondern von den Geschäften, die ohne sie nicht zu machen sind“. Dieser Zusammenhang vereinzelter Gewinninteressen mit Elend und Brutalität ist mittlerweile global offenkundig. Erarbeitet werden muß, daß das Gewinninteresse nicht naturgegeben, nicht ohne Alternative, sondern überwindbar ist. Das erfordert öffentliche Kritik und die Arbeit an einer rationalen Alternative.

Die Zeit des Egoismus - der Wirtschaftsstandorte, der Konzerne, der Spekulanten und der damit im Einklang befindlichen „eigenverantwortlichen“ Individuen - ist vorbei.
Wie gut es jetzt gelingt, eine zivil prosperierende Gesellschaft für alle zu erreichen, hängt davon ab, wie Menschen sich kooperativ für eine menschenwürdige Gesellschaft engagieren.

Das ist der gemeinsame Sinn und Movens von Bildung, Wissenschaft und studentischer Interessenvertretung. Es geht darum, den geistigen und materiellen Reichtum der Welt für alle zu erschließen und dafür der Macht von „Markt“ und Militär kritisch, analytisch und solidarisch zu entgegnen, um eine sinnvolle öffentliche Entwicklung (Bildung, Soziales, Gesundheit, Wohnen, Kultur, Mobilität ...) zu verwirklichen.
Da weder ein konkurrenzorientiertes „Studium Bolognese“ noch konforme Wissenschaften, noch Mangel und Bescheidenheit unter der „Schuldenbremse“, noch unzureichende Partizipationsmöglichkeiten mit dieser menschlichen Aufgabe in Einklang zu bringen sind, gibt es auch an der Universität und in Stadt und Land viel Veränderungsbedarf.
Solidarische Zusammenarbeit daran ist praktisch wirksam und hat bereits begonnen. Jeder Beitrag zur Verständigung hat Bedeutung. Beteiligung ist möglich.


Kandidierendenliste zur Studierendenparlament in der Legislatur 2014/2015

harte zeiten - junge sozialisten & fachschaftsaktive

1. Jochen Rasch; Mathematik, Fachschaftsrätekonferenz (FSRK), Kritische MIN Studierende, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH), Bund demokratischer WissenschaftlerInnen (BdWi), Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), SPD

2. Golnar Sepehrnia; Akademischer Senat in spe, Fachschaftsrat Geschichte, Studierendenparlament, Referat für internationale Solidarität (RiS), Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA), Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), SPD

3. Tobias Berking; FSRK, Kritische MIN Studierende, Fakultätsrat Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (MIN), ver.di, SPD

4. Johanna Wellmann; FSR Geschichte, Fakultätsrat Geisteswissenschaften, Jungsozialisten (Jusos), SPD

5. Malte Jochem; FSR Geschichte, Biologie, Fachbereichsvorstand Geschichte, Arbeitskreis Plurale Ökonomik/RealWorldEconomics

6. Alexandra Grimm; Sozialökonomie (hwp), ver.di

7. Michael Schaaf; Geschichte der Naturwissenschaften, Frieden, ver.di, SPD

8. Lennart Vooth; Volkswirtschaftslehre

9. Janwillem van de Loo; Kritische Jurastudierende, Bundesvorstand der FES-Stipendiaten, amnesty international, pro asyl

10. Hannah Wegener; FSR Finnougristik/Uralist

11. Attila Bihari; FSR Finnougristik, Osteuropastudien, GEW

12. Patrick Haasler; FSR Geschichte

13. Benyamin Schliffke; FSR Meteorologie, Kritische MIN Studierende, ver.di

14. Michael Gautzsch; FSR Philosophie

15. Tiago Costa; FSR Philosophie, Jusos

16. Christian Bartl; FSR Germanistik, Ausschuß für Lehre & Studium (ALSt) der geisteswissenschaftlichen Fakultät

17. Martin Nopens; FSR Holzwirtschaft, ver.di

18. Amelie Traub; Kritische Jurastudierende, Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) Hamburg

19. Esther Eva Witt; Kritische Jurastudierende, Fakultätsrat Rechtswissenschaft

20. Laura Jacobs; Kritische Jurastudierende

21. Isabel Johnson; Rechtswissenschaft, Elternverein

22. Tilman Finke; Islamwissenschaft, Philosophie, Psychologie

23. Mario Baumann; Meteorologie

24. Greta Jochem; Musikwissenschaft

25. Roman Omarov; Physik/Informatik

26. Shabnam Haidar; Pharmazie

27. Christian Schwickart; Geschichte

28. Maik Reif; Sozialistische Jugend - Die Falken

29. Tyll Steckelmann; Sozialistische Jugend - Die Falken Landesvorstand Hamburg und Bundesvorstand

30. Tobias Reinecke; Sozialökonomie, SPD

31. Andreas Dannwolf; Rechtswissenschaft, SPD

32. Sebastian Mietzner; Rechtswissenschaft, Laut gegen Nazis, SPD

33. André Bigalke; Finnougristik, GEW, SPD

34. Alf-Tomas Epstein; ProMS, verdi, SPD

Veröffentlicht am Freitag, den 15. November 2013, http://www.harte--zeiten.de/artikel_1234.html