Sieben Milliarden Menschen bilden, geistig und materiell produktiv, den wirklichen Reichtum der Welt. Kein Mensch müßte darben, aber mit Spekulation sind die wachsenden Bedürfnisse der überwiegenden Mehrheit nicht zu befriedigen. Deswegen gibt es international einen Aufbruch für eine positive gesellschaftliche Entwicklung.
Entgegen der Verteidigung einer ratlosen Herrschaft einer dekadenten Elite ist dieses globale Engagement die verallgemeinerbare Befürwortung der rationalen, humanistischen Gestaltung der Gesellschaft.
Solidarisch gelingt die soziale und kulturelle Emanzipation der ganz großen Mehrheit. Dafür haben die Hochschulen entscheidende Bedeutung, weil solidarisches Lernen, kritische Wissenschaft und demokratisches Eingreifen für eine bessere Welt der Kampf für die Zukunft sind. Drum stehen nun – im Gegensatz zu Ba/Ma, Stine, Gebühren und Management – positive Veränderungen von allgemeiner Bedeutung an: die soziale Öffnung und bedarfsgerechte staatliche Finanzierung der Hochschulen, die Erneuerung kooperativen Lernens sowie verantwortlicher Wissenschaft in einer geschichtsbewußten Universität und dafür die stetige Erweiterung demokratischer Partizipation.
Daß Hamburg eine reiche Stadt mit internationaler, demokratischer und sozial bewegter Geschichte ist, ist entgegen aller regierungsamtlichen Mahnungen zu Ordnung und Bescheidenheit durchaus eine Ermutigung. In der kritischen Kooperation für menschenwürdige Verhältnisse gedeihen wirkliche Neugier, produktive Muße, soziale Vernunft und gegenseitige Ermunterung. Der AStA sollte dafür Initiative und Zusammenhang schaffen.
Mit dieser Richtung wirken wir bereits in Fachschaftsräten, der Fachschaftsrätekonferenz, im Studierendenparlament und in akademischen Gremien. Wir sind Teil der Friedensbewegung, arbeiten gegen Rechts und sind in Gewerkschaften aktiv. Die Zusammenarbeit mit anderen fortschrittlichen Gruppen und kritisches Eingreifen als Mitglieder der SPD – trotz alledem! – sind wesentlich für unsere politische Konzeption.
Das gemeinsame Engagement befreit:
Entwicklung findet in Gegensätzen statt.
Auf den folgenden Seiten werden unsere Positionen und Aktivitäten veröffentlicht:
Erläuterung:
Der Name Juso-Hochschulgruppe (kurz für: Jungsozialisten) wurde bis 2004 von uns, der Gruppe „harte zeiten – junge sozialisten und & fachschaftsaktive“ geführt. Die heutige „Juso-Hochschulgruppe“ wurde 2004 aus ihrer Vorgängerorganisation „Realos Jetzt!“ geschaffen und steht funktional dem konservativen „Seeheimer Kreis“ der SPD um den Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs nahe. Sie tritt als „Juso-Hochschulgruppe“ auf, seitdem ihr unter Umgehung demokratischer Willensbildung vom SPD-Landesvorstand dieser Name zugeschanzt wurde. Damit sollte links-sozialdemokratische Politik unterbunden werden. Wir arbeiten weiter für Frieden statt „Militärinterventionen“, für Bildung zur solidarischen Entfaltung statt als „Aufstiegschance“, für Demokratischen Sozialismus statt „ordentliche“ Verwaltung des Kapitalismus. Dafür wirken wir mit linken Bündnispartnern eng zusammen. Wir sind damit eine Assoziation für sozial-emanzipatorische Politik in der Gesellschaft und in der SPD: Rot und Schwarz – ein Gegensatz in der Tat.